Allgemein

Wiederholungsbegutachtung des MDK

Ein Hallo an euch ❤

Ich habe mich spontan dazu entschlossen euch kurz zu schreiben. Weil ich davon ausgehe das auch einigen von euch das selbe passieren wird. Hoffentlich noch nicht ist.

Vor 2 Tagen flatterte bei uns ein Schreiben vom MDK ein. Mit einem Termin zur Wiederbegutachtung von Marias Pflegestufe.

Wir wissen ja inzwischen alle das ab 2017 ein Wechsel stattfinden wird. Und es anstelle Pflegestufen nun Pflegegrade geben wird. Die Mitarbeiter werden neu geschult und den Krankenkassen entstehen, dadurch das die aktuelle Pflegestufe bis 2019 unantastbar ist, erhöhte kosten. Es soll ja jeder „oberflächlich“ gesehen besser davon kommen als vorher.

Also wird nun natürlich versucht noch vor 2017 Wiederholungsbegutachtungen anzusetzen um dann „ganz genau“ hinzusehen, wo evtl vorher noch etwas runtergestuft werden könnte. Was die Krankenkassen einen ganz gerne dann verschweigen ist das es ab dem 1.7.16 keine Wiederholungsgutachten geben darf.

In unserem Fall erklärte mir ein Mitarbeiter der Krankenkasse, das sie das sehr wohl dürfen, weil der MDK es für den Feb 2017 empfohlen hatte. Solltet ihr diese Antwort erhalten… das ist absoluter Schwachsinn!!! Einzig und alleine  dürfen diese Wiederholungsgutachten von der Krankenkasse eingefordert werden wenn :  max 6 Monate zuvor eine Reha oder OP stattgefunden hat, welche die Pflegebedürftigkeit maßgeblich ändern würde. 

Hier das genaue Gesetzt aus dem SGB11 ( §18 (2a) )

 Bei pflegebedürftigen Versicherten werden vom 1. Juli 2016 bis zum 31. Dezember 2016 keine Wiederholungsbegutachtungen nach Absatz 2 Satz 5 durchgeführt, auch dann nicht, wenn die Wiederholungsbegutachtung vor diesem Zeitpunkt vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung oder anderen unabhängigen Gutachtern empfohlen wurde. Abweichend von Satz 1 können Wiederholungsbegutachtungen durchgeführt werden, wenn eine Verringerung des Hilfebedarfs, insbesondere aufgrund von durchgeführten Operationen oder Rehabilitationsmaßnahmen, zu erwarten ist.

Solltet ihr den MDK allerdings herein bitten und die Begutachtung findet statt, ist es im Nachhinein schwierig dagegen dann wieder anzugehen.

Am besten direkt ablehnen. Außer aber ihr seit euch sicher das die Pflegestufe bestehen bleibt oder hochgestuft werden muss.

Und vor allem, laßt euch nicht bequatschen. Das habe ich gerade am eigenen Leib erfahren, wie gerne das dann versucht wird. Lest euch das Gesetz durch, versteht es, und bleibt stark!

Falls wir uns nicht mehr lesen wünsche ich euch ein wundervolles Weihnachtsfest mit euren Lieben und einen guten rutsch ins Jahre 2017

Eure Alex

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6 Kommentare zu „Wiederholungsbegutachtung des MDK

  1. bei einer Überleitung von einer Pflegestufe in einen Pflegegrad bedeutet Bestandsschutz, dass sich der Pflegegrad auch nach 2019 nur ändern darf, wenn entweder gar keine Pflegebedüftigkeit mehr vorhanden ist, oder aber der zu pflegende Mensch hochgestuft wird, aufgrund einer Verschlechterung der Pflegesituation! Ansonsten bleibt der übergeleitete PG lebenslang bestehen…. LG

  2. Unglaublich wie fies manche sind. Ich hab „zum“ Glück Ende Februar noch einen Antrag auf Höherstufung gestellt (wobei es mir mehr um die EAK ging, aber raus kam dann doch nicht die 1+ sonder die 2+ und wenn ich überall von diesen Problemen lese bin ich heilfroh mich dazu entschieden zu haben und eine so gute Gutachterin gehabt zu haben. Wenn die TK nicht auf dumme Gedanken kommt dann bleibt mir der PG IV mein Leben lang, denn ich hoffe dass es niemals soweit kommt dass ich in PG V muss.

  3. Hallo

    Ich habe ein großes Problem.. Mein Papa hat seit 2009 Jahren pflegestufe 1.
    2014 hat er die Pflegestufe 2 bekommen nach meinen Antrag. Letzte Woche Mittwoch rief mich die mdk an dass die Freitag zu nachbegutachtung kommen wollen. Also zwei Tage später.mein Papa ist 72.kann es sein dass die jetzt meinen Vater wieder runterstufen? Auf meine Frage warum jetzt eine nachbegutachtung stattfindet habe ich komische antworten bekommen.

    1. hey Tanja, Ich hatte bei dem Post den abschnitt mit geschrieben, wo im bgb das Gesetz und deren Wiederbegutachtung festgelegt ist. Mein Tip ist, Rufe beim MDK an und sage den Termin ab, da du dich erst noch mit der Krankenkasse in verbindung setzen musst. Kannst du auch per Email beim MdB machen. Und dann schreibst du der Krankenkasse einen Widerspruch für die Wiederbegutachtung. Dort berufst du dich auf die gesetzlage. Mit dem §..etc. und bittest um Bestätigung. Entweder kommt diese dann oder es gibt eine genaue Begründung wie sie auf den Gedanken kommen das er jetzt unbedingt eine neue Begutachtung benötigt. Dann kannst du weiter sehen und dich ggf nochmal melden oder weiter beraten lassen. Viel Erfolg. Lg ALexandra

      1. Hallo liebe Alexandra,

        Mein Vater hatte 3 monate vorher eine by Pass op des Herzens. Ich hatte einen pflegebett beantragt und auch bekommen… Kann das damit zutun haben. Nun war die gutachterin da. Ist nun 3 Wochen her. Immer noch nichts in Sicht. Lg

      2. ja, das kann es tatsächlich. die ausnähme gibt es in em fall.. sollte bis zu 6 Monate vorher eine Operation / Reha durchgeführt worden sein, durch die die Pflegesituation verbessert werden kann, dürfen sie prüfen. ich drück die Daumen das es bei der alten Pflegestufe bleibt. Lg

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