Erfahrungsberichte · Kalenderwoche 01 - 52

KW 08 + 09 – Resu­me Reha Heliosklinik Hohenstücken

 

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Seit gestern sind wir wieder in unseren vier Wänden und ich kann ein Resume ziehen.

Was ich nicht alles für Horrorstorys über Hohenstücken gelesen habe. Da gab es gemecker über Therapien & Ärzte bis hin zum Essen was in der Luft zerissen wurde.

Ich kann natürlich nur meine Eindrücke schildern. Und auch nur meine Station mit den dazugehörigen Ärzten und Therapeuten beurteilen. Ich hoffe das es trotzdem dem einen oder anderen weiter helfen wird.

Auch habe ich vor Rehabeginn vergeblich versucht an Bildmaterial zu kommen, um mir einen Eindruck machen zu können. Allerdings gab es nicht viel. Falls es jemandem genauso ergehen sollte wie mir.. hier habt ihr ein paar Fotos.

Aber fangen wir an mit der Beurteilung:

Umgebung:

Die Klinik liegt etwas außerhalb von Brandenburg an einem Waldrand. Nach vorne hin stehen triste Plattenbauten, nach hinten raus hat man eine Kleingartensiedlung und Wald. Wenn man die vordere Sicht ausblenden kann, und direkt in das Unterholz abtaucht, ist es eigentlich recht nett. Ein paar hundert Meter zu Fuss entfernt gibt es dann einen Rossmann, Rewe, Zeitungsladen, Friseur und Sparkasse. Dort gibt es auch eine Straßenbahn die einen direkt in die Altstadt kutschiert. Und dort ist es dann richtig uhrig. Es gibt schöne Spazierwege und tolle Cafes. Und wirklich schöne Ausflugsziele.

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Klinik:

Die Rehaklinik ist modern und wird gerade Stück für Stück renoviert. So kommt es zu Fahrstuhlausfällen und Raumsperrungen. Es gibt ein Cafe, einen kleinen Kiosk, ein Schwimmbad was man täglich ab 17:00 + am WE nutzen darf, einen Tischtennisraum, einen Ruheraum, eine kleine Turnhalle mit einem Bällebad und Kletterpakour aus weichen Bauchklötzen. Es gibt eine große Turnhalle und mehrere Therapieräume, wo man auch ab 17:00 und an den Wochenende die Geräte nutzen darf. ( Innowalk, Motomed und vieles mehr) Sowie eine Schule, Kunsträume, Kindergarten, Sozialdienst und und und.

 

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Station:

Wir waren auf der Station 4. Die Zimmer sind schön groß mit eigenem Bad. Aber aufpassen das sie euch auch das richtige Zimmer mit richtigem Bad geben. Diese gibt es mit Standart Dusche und Rollstuhlgerechte Dusche. Ansonsten gibt es noch eine Badewanne im Stationsbad. Eine Elternküche und Aufenthaltsraum mit Spielberreich hat jede Station. Dort ist dann auch das Arztzimmer, Stationsbad und Schwesternzimmer. Letzteres immer nur einmal pro Etage.

 

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Küche:

Das Essen und Verlust des Internets waren meine größten Sorgen =D Was wurde das Essen in Hohenstücken im Internet verflucht.  Ignorieren! Das Essen war wirklich super gut. Morgens und Abends gab es ein Buffet. Mit einer riesigen Auswahl an Käse und Wurst, sowie Salatbar, Marmelade, Honig, Nutella, Rübenkraut und herzhafte Aufstriche. 2 Sorten Nachtisch und jeden Abend eine Wechselnde Überraschung wie Heringshappen, Fischfilet, Eiersalat, Nordseekrabbensalat..etc. Zum Mittag gab es 3 Gerichte. Die auf Wunsch gekocht worden. ( Siehe das Wunschbrett) 1x davon Vegetarisch . Auch kann man Wünsche äußern bezüglich Unverträglichkeiten. Es war alles größtenteils frisch und selbstgemacht. Kein Tütenpüree oder Pulver Suppe. Hier war ich wirklich überrascht. Bei diesem Punkt kann ich nur allen Reisenden “ Guten Appetit!“ wünschen.

 

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Therapieplan und Therapeuten

Auch hier gilt, ich kann nur das Beurteilen was wir hatten. Die Physiotherapeuten waren durchweg alle freundlich und gut durchgeplant. Es wurde toll auf Maria eingegangen und auch immer ein Feedback gegeben. Leider muss man was Hilfsmittel betrifft hinter her sein. ( Ob zur Probe oder als Rezept ) Ergotherapie war komplett unorganisiert. Ich glaube wir hatte nur in einer Gruppentherapie 3x die selbe. Ansonsten gab es immer andere die Maria an die Hand bekommen haben. Bis auf eine wirklich unsympathische Dame waren sie dort aber auch alle nett und super im Umgang mit ihr. Hilfsmittel mussten wir auch hier selber erfragen. Leider gab es auch hier keine gute Kommunikation was dies betrifft. Rolligruppe war klein und fein mit super Therapeuten. Große Liebe hier in Timo gefunden. Kleintiertherapie mit Hasen und Ziegen fand Maria super. Auch war die Dame die ihre Tiere zur Verfügung stellt sehr bemüht und total nett. Ansonsten hatten wir noch Petö. Das ist wohl DIE eine Therapie die uns auch nächstes Jahr wieder nach Hohenstücken führen wird… und das Essen *hust*  Beim Petö hat übrigens alles mal geklappt. Es gab eine einwandfreie Organisation, mit Zwischengespäch und Abschlussgespräch. Hilfsmittelbesprechung ohne das ich etwas ansprechen musste und viele Informationen. Falls es euren Kindern was bringen könnte.. Versucht direkt in eine Gruppe reinzukommen. Unser Stationsarzt war auch sehr nett und hat die Wünsche was Therapien anging,  sofern es ging, umgesetzt.

 

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Negatives:

Was mir wirklich negativ aufgefallen ist das in der Raucherecke permanent Personal sass und sich breit gemacht hat. Ist man selber dort rauchen gegangen wurde man genervt beäugt und gegen Abend fanden gelegentlich kleine Feiern statt wo am nächsten morgen der ganze Papierkorb davor mit Alkoholflaschen voll bis oben hin war. ( von anderen Eltern nicht vom Personal =P) Solltet ihr es auch nicht geschafft haben mit dem rauchen auf zu hören gibt es hinter dem Hauptfahrstuhl auch einen Ausgang wo man seiner Sucht freien Lauf lassen kann. Dort ist niemand und man hat seine Ruhe.

 

und zu letzt 11  ultimative Tips!

  1. Wenn ihr mit einem Kleinkind anreißt. Nehmt euch ein gutes Reisebett inkl Matratze mit. Die Stationsbabybetten sind schrecklich. Metallende Monster die lautstark dem Baby klarmachen, das es Aufwachzeit ist, sobald man an sein Kind möchte. Mitten in der Nacht einfach blöd. Sie sind so hoch, das man keine Falsche oben rüber mal schnell reingeben kann. Sondern immer das Gitter runter geschoben werden muss.
  2. Es gibt auf jeder Station den sogenannten Unreinraum. Dort werden alle Windeln mit schwerem Inhalt entsorgt. Bevor ihr diese Tür öffnet tief einatmen und Luftanhalten. Und die Tür auf jedenfall wieder schließen!
  3. Nehmt euer eigenes Kissen mit und falls ihr habt, einen kuschligen Matratzenschoner. Die Klinik Kissen sind schmal und hart und die Matratze aus abswaschbarem Gummi.
  4. Wascht nicht am Wochenende in der Klinik. Man darf die Wäsche nur im Stationsbad aufhängen. Auf dem Zimmer direkt ist es verboten. Dort gibt es ca 5 Wäscheständer und die sind an den Wochenenden meistens voll belegt. Ansonsten immer vergewissern das es freie Ständer gibt.
  5. Babyphone nicht vergessen!
  6. Sollte dein Kind nicht auf einem normalen Trip Trap sitzen können, aber dennoch auf einem Stuhl, dann nehmt euren eigenen Therapiestuhl mit und beschriftet diesen mit “ Privat + Namen “ dann könnt ihr diesen Im Essensaal stehen lassen.
  7. Für eure Kinder gibt es Hilfsmittel wie Windeln und Feuchtücher oder für die kleineren Hipp Gläschen, Milchpulver, Trinken.. und Co bei der  Stationsschwester. Auch tägliche Handtücher, Waschlappen sowie Bübchenprodukte gibt es kostenlos. Könnt ihr euch also den Koffer mit sämtlichen Utensilien sparen. Hätt ich das mal vorher gewusst.*g
  8. Falls ihr es ruhig mögt, bittet um ein Zimmer am Ende des Ganges! Ich war direkt neben der Küche und dem Spiel/Aufenthaltszimmer…nicht schön!
  9. Für ältere Kinder die nicht auf ihre Spielekonsole verzichten möchten… Ja, hier gab es viele Kinder die ihre dabei hatten. Der TV scheint also die Möglichkeit von den Anschlüssen her zu geben.
  10. Wenn ihr länger als 4 Wochen bleibt könnt ihr auf der Sozialstation eine Bescheinigung bekommen, die angibt das ihr euch selber um eurer Kind kümmert. Ansonsten kürzen die Krankenkassen das Pflegegeld.
  11. und zu guter Letzt.. JA, es gibt INTERNET mit WLAN! ( an der Rezeption bekommt ihr euren Code zur Freigabe)

 

Wenn ihr noch etwas hinzuzufügen habt, könnt ihr das gerne in den Kommentaren machen. Gibt ja noch andere Therapien und Stationen die erwähnt werden wollen.

Wir packen jetzt erstmal den Rest aus, bringen den Männerhaushalt wieder auf Vordermann und kuscheln eine Runde. ❤

 

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4 Kommentare zu „KW 08 + 09 – Resu­me Reha Heliosklinik Hohenstücken

  1. Sehr schön geschrieben! In der Küche scheint sich seit Oktober / November ja was getan zu haben, wobei wir auch schon ab und zu „Überraschungen“ abends hatten. Aber dass „zu unserer Zeit“ alles frisch gekocht und ohne Fertigprodukte war, wage ich stark zu bezweifeln. Naja, aber wir sind immer satt geworden ne es ist ja nunmal kein Hotel mit fünf Sternen.
    Wir waren auch auf Station 4 und hatten ein Zimmer eine Etage drüber. Das war perfekt. Haben vom Stationsleben sogut wie nix mitbekommen. Und….ich hatte meinen eigenen kleinen Wäscheständer dabei, den ich im Bad mit voll aufgedrehter Heizung auch immer über Nacht trocken hatte. Mit 4 Personen muss man ja auch die ganzen Handtücher (schwimmen, duschen etc.) irgendwo aufhängen.
    Ansonsten kann ich alles wirklich nur bestätigen…vor allem die 11 ultimativen Tips! Bei dem zum „Unreinraum“ musste ich gleich würgen 😂

    1. mhm.. vielleicht haben sie echt einen neuen Chefkoch. der bei uns war so ein junger Typ mitte 20 in etwa. also mal als Beispiel war z.b. der Rotkohl selber gemacht. der Katoffelpüree…die Soßen..die Klöße auch..das ist schon aufgefallen. Sicher waren bei den Massen auch fertigprodukte dabei aber im großen und ganzen war ich echt begeistert. vielleicht habe ich aber auch einen saumagen und mir schmeckt einfach alles..:D einen eigenen Wäscheständer ist eine gute Idee. das mache ich beim nächsten mal.

  2. Super gute Zusammenfassung. Wir waren selbst noch nicht dort. Und dank der vielen negativen Meinungen im Netz wird man im Vorfeld richtig verunsichert und möchte dort nicht hin. Zu meckern gibt es immer irgendwas und das man als Eltern hinter vieles hinter her sein muss, haben wir inzwischen gelernt.
    Danke also nochmal für die positive Empfehlung der Klinik!

  3. Wir waren letztes Jahr zum dritten mal dort, im Abstand von jeweils zwei Jahren. Von den Behandlungen und Wünschen her, kann ich nur sagen, dass wir bisher immer zufrieden waren.
    Auch kann man an den WE mal Städte und Ausflugsziele in der Umgebung erkunden, sofern man mit dem eigenen Auto angereist ist, und ist nicht unbedingt an die Klinik gebunden.
    Was das Essen betrifft, bin ich leider nicht so positiv eingestellt. Selbst mein Kind mochte es zum großen Teil nicht. Und zum Frühstück hatten wir sogar Ameisen in den Cornflakes und beim Müsli.
    Und wenn man nicht früh genug beim Frühstück oder Abendessen war, gab es auch vieles nicht mehr, weil es nicht ständig nachgefüllt wurde.
    Da es aber für mich um die Versorgung meines Kindes geht und nicht um das Essen, kann ich an dieser Klinik nichts groß bemängeln.

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