Erfahrungsberichte

Hohenstücken – the beginning

Liest sich wie ein Horrorfilm Titel? War auch ein wenig so…

Da war er nun. Der Tag der Tage. Der Tag vor dem es mir ein wenig gegruselt hat. Ich war aufgeregt und nervös. Als ich dann meinen halben Hausstand endlich alles beisammen hatte, gab es sogar euphorische Momente in denen ich tatsächlich das Gefühl von Schmetterlingen im Bauch hatte. =D

Der Weg nach nach Hohenstücken traf mich unerwartet. Kurz vor der Rehaklinik, fährt man durch ein Gebiet mit Plattenbauten, die noch herunter gekommener sind, als die bei uns in Berlin. Das hat schon was zu heißen. Eine Tristesse sondergleichen. Schlagartig habe ich mich nach Osteuropa, in eine trostlose Siedlung, fern ab von jeglichem Luxus, versetzt gefühlt. Solche wie man in Reportagen sieht. Wo es keine Hoffnung zu geben scheint. Dort hinein geboren, bleibt man sein Leben lang an diesem Fleck und die Zukunft scheint vorbestimmt. In Mitten diesem Gefühl, taucht wie aus dem nichts, die Helios Rehaklinik Hohenstücken auf.

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Welche wiederum einen Einladenden Eindruck gemacht hat. Es gibt einen großen Parkplatz und zum ausladen kann man direkt vor den Haupteingang fahren, wo es Kofferwagen gibt. Die einem das schleppen mit Kind und Kegel ein wenig erleichtern. Die Dame bei der Anmeldung hat uns freundlich und mit persönlicher Ansprache begrüßt und ich fühlte mich direkt wohl.

 

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Das übliche Prozedere begann. Es gab den Schlüssel, die Aufnahme und das Arztgespräch. Danach konnte ich damit beginnen, mein Sack und Pack, in mein neues zu Hause auf Zeit zu bringen. Höllenaufgabe mit zwei aufgeregten Kindern. Beim auf dem Parkplatz fahren rief Maria immer wieder “ Mama komm, MAMAA komm…“ und trieb mich an. Somit konnte ich also auch gleich mal meinen ersten Kontakt mit Rolli und Buggy zusammen erfahren. Gestern Abend war ich schon kurz davor mir einen neuen zu kaufen. Der weniger dahin fährt wo er hin will. Ein Kinderbett ( Roba Roombed) lag übrigens ebenfalls in meinem Einkaufswagen bei Amazon.

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Hier gibt es für Kleinkinder so Gitterbetten aus Metall. Die zwar eine Rückenschonenden Höhe haben, leider aber so was von laut beim öffnen sind und Krankenhaus schreien das es eine andere alternative geben musste. Das krächzende Kinderbett hat mir in der ersten Nacht 2 Stunden schlaf gebracht. Die Panik und Hilflosigkeit kroch mir nur so aus meinen Poren. Zu dem Zeitpunkt dachte ich, ich bin die einzige Wahnsinnige, die mit 2 Kindern alleine fährt. In der Nacht habe ich ernsthaft drüber nach gedacht wieder nach Hause zu fahren. Und dann kam Amazon. Mit gefülltem Einkaufswagen bin ich etwas ruhiger eingeschlafen. Am nächsten Morgen bin ich klaren Verstandes zur Schwester gegangen und habe gefragt ob sie ein Reisebett haben, was ich nutzen kann. Und Voila.. das steht nun hier im Zimmer, die Matratze des grünen metallischen Monstrums elegant hineingequetscht und meine letze Nacht war himmlisch! Das ist ein „Überlebenspunkt“ wenn ihr mit einem Kleinkind fahrt.

Am Abend wurde uns ein Therapieplan für den nächsten Tag unter der Tür durchgeschoben. 8:30 sollte das erste Kennenlerngespräch stattfinden. Also plant man und bereitet vor, damit das auch alles pünktlich hinhaut. Damit man in Ruhe Frühstücken kann, und alles ruhig von statten geht. Nix ist schlimmer als Hektik. Dann drehen die Kinder erst recht auf. Leider wurde es mit dem nächsten Zettel, der um 7:00, unter meiner Tür zum Vorschein kam alles zu nichte gemacht. Neuer Therapiebeginn 8:00. Die  nachfolgenden Termine waren im Halbstunden Takt angesetzt. Absoluter Wahnsinn. Hier also nun der Überlebenspunkt Nr 2. Sperrzeiten nach dem Modell 18!. Das bedeutet, deine Zeit bis 9:00 früh und zwischen 12:00 – 14:00 ist unantastbar. Man wird ja bekloppt wenn der morgen schon stressig beginnt und man nicht in Ruhe essen kann.

Und..höhöhöh  wir haben die Kinderbetreuung entdeckt. Da beide noch nicht in den Kindergarten gehen, bringe ich sie nun ab und an für 30 min dort hin, das sie sich in Ruhe eingewöhnen können. Und da Maria ihre Therapien alleine macht, werde ich.. so wie es aus sieht.. viel VIEL… kurze Momente über den Tag verteilt haben, die nur mir gehören…! Wahnsinn ! Stand des heutigen Abends..: definitiv keine vorzeitige Abreise!

Desweiteren haben wir 2 bevorzugte Ausflugziele! Einmal die riesige Ziege und einen Hydranten an dem Maria nicht vorbei rollen kann. Der wird begrüßt, gestreichelt und geherzt. Warum auch immer. Vielleicht schaffen wir es morgen mal bis zu den Pferden..=D

Ich bin eigentlich am Ende des 2ten Tage davon überzeugt das es nur noch besser werden kann. Und freue mich echt auf die Wochen die noch vor uns liegen. Und werde berichten.

Liebe Grüße

 

 

 

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6 Kommentare zu „Hohenstücken – the beginning

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